Bürgermeister und Wirtschaftsförderin zu Gast bei Graute

VERL. Mit ihrem 27 Meter hohen Hochregallager hat die Johann Graute GmbH & Co. KG eines der markantesten Firmengebäude im Stadtgebiet. Gleichzeitig gehört das Unternehmen mit seiner inzwischen 54-jährigen Firmengeschichte zu den traditionsreichsten mittelständischen Familienunternehmen in Verl. Im Rahmen seiner Firmenbesuche war Bürgermeister Michael Esken jetzt gemeinsam mit Wirtschaftsförderin Sandra Claes bei Graute zu Gast und durfte einen exklusiven Blick in die Produktion werfen.

Die Johann Graute GmbH & Co. KG stellt Aluminium-Haustüren, Haustürfüllungen, Wohnungseingangs­türen, Hebe-Schiebe-Anlagen, Vordächer, Überdachungen, Wintergärten und Fenster her und ist darüber hinaus Dienstleister für Blechbearbeitung und Pulverbeschichtung bis zu 6000 mm Länge. Innovative Technik in den Bereichen Einbruchhemmung und Wärmedämmung sind nur zwei der Qualitätsbausteine, mit denen sich das Unternehmen am Markt einen Namen gemacht hat.

 „Unser Markenzeichen ist die verschweißte Konstruktion, die neben einer erhöhter Stabilität glatte und nahtlose Profilübergänge ohne störende sichtbare Gehrungen bewirkt“, erläuterte Geschäftsführer Uwe Graute den Besuchern aus dem Rathaus. „Während im konventionellen Aluminiumbau alle Profile an den Gehrungen gesteckt und geklebt werden, wird bei uns jeder einzelne Profilstoß in aufwändigen Arbeitsschritten durch eine Verschweißung verbunden. Das komplette Element wird in sechs Arbeitsgängen geschliffen, anschließend tauchvorbehandelt und pulverbeschichtet.“ Viel Erfahrung und Geschick seien erforderlich, um das Ergebnis zu erzielen: eine glatte Oberfläche ohne sichtbare Profilübergänge.  

 Die Anfänge des Unternehmens gehen in das Jahr 1963 zurück, als Firmengründer Johann Graute auf dem elterlichen Bauernhof mit der Herstellung von Haustüren und Fenstern aus Stahl und Stahl-Aluminium begann. „Ein Kükenstall war meine Werkstatt“, erinnert sich der Senior. Doch schnell benötigte er mehr Platz. 1973 folgte der Umzug ins Gewerbegebiet Kaunitz, wo dem Unternehmen heute  nach mehreren Erweiterungen rund 20.000 Quadratmeter Produktions- und Lagerfläche zur Verfügung stehen und 114 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Alle Arbeitsschritte, von der Produktentwicklung über die Fertigung bis hin zur Verwaltung, befinden sich unter einem Dach. Geliefert wird in ganz Deutschland, Österreich, Frankreich, der Schweiz und den Benelux-Ländern.  

 Für Bürgermeister Michael Esken und Wirtschaftsförderin Sandra Claes sind die Firmenbesuche eine gute Gelegenheit, im Gespräch mit den Unternehmen zu hören, welche Wünsche oder Fragen es möglicherweise aus der Wirtschaft an die Stadt gibt. Ein Thema, das Johann und Uwe Graute besonders interessierte, war die Verkehrssituation im Gewerbegebiet Kapellenweg, insbesondere die Ein- und Ausfahrtssituation Kapellenweg/Paderborner Straße. „Einen Kreisverkehr an dieser Stelle  hat der Landesbetrieb Straßen NRW leider abgelehnt“, sagte Esken. Für die Sanierung des Radweges von Verl nach Kaunitz entlang der Paderborner Straße hingegen gebe es inzwischen eine Zusage des Landesbetriebs. Allerdings müsse eine Kommission erst noch alle dort stehenden Bäume unter die Lupe nehmen, um nach der Prüfung zu entscheiden, auf welche Weise der Radweg saniert werde, damit nicht sofort wieder Schäden durch Baumwurzeln entstehen.  

 

 

Quelle: Pressestelle Stadt Verl